Publiziert am 30.6.2026
Die häufigsten Fehler beim Waschen von Bettwäsche
Beim Waschen von Bettwäsche machen wir oft kleine Fehler, ohne es zu merken. Manche davon können zu Farbverlust, verminderter Weichheit oder einer kürzeren Lebensdauer des Materials führen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten und wie Sie Ihre Bettwäsche so pflegen, dass sie möglichst lange schön bleibt.

Bettwäsche waschen wir regelmäßig – und genau deshalb schleicht sich leicht eine gewisse Routine ein. Wir wählen unser gewohntes Programm, geben das Waschmittel hinzu und denken kaum noch darüber nach. Dabei haben gerade kleine Gewohnheiten oft einen größeren Einfluss auf das Aussehen und die Lebensdauer der Bettwäsche als die Häufigkeit des Waschens selbst.
Vielleicht haben Sie schon bemerkt, dass die Farben mit der Zeit weniger kräftig sind, der Stoff seine Weichheit verloren hat oder die Bettwäsche stärker knittert. In den meisten Fällen liegt das nicht an einem Materialfehler, sondern an der Art des Waschens, Trocknens oder der Pflege nach dem Waschen.
Die gute Nachricht ist, dass die richtige Pflege gar nicht kompliziert ist. Es genügt, ein paar einfache Regeln zu kennen und sie auf das Material abzustimmen, aus dem Ihre Bettwäsche besteht.
Bevor Sie die Bettwäsche in die Waschmaschine geben
Richtiges Waschen beginnt nicht mit dem Drücken der Start-Taste. Einige kleine Schritte, bevor Sie die Bettwäsche in die Waschmaschine geben, können ihr Aussehen und ihre Lebensdauer erheblich beeinflussen.
Einer der einfachsten Tipps ist, die Bettwäsche auf links zu waschen. So ist die Außenseite des Stoffes besser vor dem Reiben an der Waschtrommel und anderen Textilien geschützt. Diese Gewohnheit werden Sie besonders bei bunter und gemusterter Bettwäsche zu schätzen wissen – sie behält so länger ihre satten Farben und die feinen Details des Musters.
Außerdem empfiehlt es sich, vor dem Waschen Reißverschlüsse zu schließen. So verwickelt sich die Bettwäsche weniger, Reißverschlüsse verhaken sich nicht an anderen Wäschestücken und der Stoff wird nicht unnötig strapaziert.
Genauso wichtig ist es, die Waschmaschine nicht zu überladen. Bettwäsche braucht beim Waschen ausreichend Platz, um sich frei bewegen zu können. Nur so wird sie gründlich gewaschen, vollständig ausgespült und es bleiben keine Waschmittelreste in den Fasern zurück.
Wenn möglich, waschen Sie Ihre Bettwäsche getrennt von Handtüchern, Jeans oder Kleidungsstücken mit Metallreißverschlüssen und Haken. Schwerere oder steifere Materialien erzeugen mehr Reibung, die empfindlichere Gewebe unnötig beanspruchen kann.
Wie wäscht man Bettwäsche je nach Material?
Während Bettwäsche aus Baumwolle höhere Temperaturen gut verträgt, sollten Musselin oder Mako-Satin schonender gewaschen werden.
Generell empfiehlt es sich, immer die Hinweise auf dem Pflegeetikett des Herstellers zu befolgen. Denn dieses berücksichtigt die genaue Materialzusammensetzung, die Art der Färbung sowie die Verarbeitungstechnologie.
Welche Fehler machen wir beim Waschen am häufigsten
Die richtige Pflege von Bettwäsche ist gar nicht so schwierig. Dennoch wiederholen sich beim Waschen häufig kleine Fehler, die das Aussehen und die Lebensdauer des Materials beeinträchtigen können. Die gute Nachricht: Die meisten lassen sich ganz leicht vorbeugen.
1. Waschen auf der Vorderseite statt auf links
Waschen auf links hilft, Farben, Muster und die Oberfläche des Stoffs vor dem Reiben an der Waschtrommel zu schützen. Der Unterschied ist am deutlichsten bei gemusterten oder dunklen Bettwäschestücken, die dadurch länger ihr ursprüngliches Aussehen behalten.
Richtig gemacht: Wenden Sie die Bettwäsche vor dem Waschen auf links und schließen Sie Reißverschlüsse oder Knöpfe.
2. Überfüllte Waschmaschine
Wenn die Trommel bis zum Rand gefüllt ist, hat die Bettwäsche keinen ausreichenden Platz zum Bewegen. Sie wird schlechter ausgewaschen, nicht gründlich genug ausgespült, und in den Fasern können Rückstände des Waschmittels verbleiben.
Richtig so: Lassen Sie im Trommel genug Platz, damit sich die Bettwäsche beim Waschen frei bewegen kann.
3. Unnötig hohe Waschtemperatur
Höhere Temperaturen bedeuten nicht zwangsläufig sauberere Bettwäsche. Im Gegenteil – sie können zu Farbausbleichen, dem Einlaufen bestimmter Materialien oder einem schnelleren Verschleiß der Fasern führen.
Richtig waschen: Halten Sie sich an die Temperaturangaben auf dem Pflegeetikett.
4. Zu viel Waschmittel oder ein falsches Produkt
Mehr Waschmittel bedeutet nicht sauberere Bettwäsche. Verwenden Sie zu viel davon, lässt es sich möglicherweise nicht vollständig aus den Fasern herausspülen. Ebenso lohnt es sich, auf die Art des Waschmittels zu achten. Pulverwaschmittel löst sich bei niedrigen Temperaturen nicht immer vollständig auf – auf dunkler oder farbiger Bettwäsche können dann helle Flecken oder Pulverrückstände zurückbleiben.
Wie es richtig geht: Halten Sie sich an die empfohlene Dosiermenge und erwägen Sie beim Waschen bei 30 oder 40 °C die Verwendung eines flüssigen Waschmittels, das sich in der Regel besser auflöst.
5. Falsches Trocknen
Die Lebensdauer der Bettwäsche hängt auch davon ab, was nach dem Waschen folgt. Zu hohe Schleuderdrehzahlen, Trocknen bei hoher Temperatur oder langes Aussetzen an direkter Sonneneinstrahlung können bestimmten Materialien unnötig schaden.
Richtig so: Schütteln Sie die Bettwäsche nach dem Waschen aus, streichen Sie sie glatt und trocknen Sie das Produkt wie vom Hersteller empfohlen.
Wenn Ihre Bettwäsche ein ausdrucksstarkes Muster oder dunkle Farbtöne hat, waschen Sie sie stets auf links. Die Farben bleiben länger intensiv und die feinen Details des Motivs behalten ihr ursprüngliches Aussehen – auch nach vielen Wäschen.
6. Pflegekennzeichen ignorieren
Auch wenn zwei Bettwäschen aus demselben Material bestehen, können die Pflegeempfehlungen für das Waschen oder Trocknen unterschiedlich sein. Achten Sie deshalb stets auf die Pflegesymbole im Etikett.
Richtig gemacht: Prüfen Sie beim ersten Waschen die empfohlene Temperatur, die Trocknungs- und Bügelhinweise.
7. Sie reinigen die Waschmaschine nicht
Kaum jemand denkt daran, dass hinter vergrauter oder weniger frisch wirkender Bettwäsche nicht das Waschen selbst steckt, sondern eine verschmutzte Waschmaschine. Rückstände von Waschmitteln, Kalkablagerungen oder Verunreinigungen in der Dichtung und im Einspülfach können das Waschergebnis und den Geruch der Wäsche beeinträchtigen.
Richtig gemacht: Reinigen Sie regelmäßig die Trommel, die Dichtung und das Waschmittelfach, und starten Sie mindestens einmal im Monat ein Reinigungsprogramm oder einen Leerlauf bei höherer Temperatur.
Bettwäsche richtig trocknen
Auch nach dem Waschen ist die Pflege der Bettwäsche noch nicht abgeschlossen. Die Art des Trocknens kann ihr Aussehen erheblich beeinflussen – und auch, wie leicht sie sich anschließend bügeln lässt.
Nach dem Ende des Waschgangs sollten Sie die Bettwäsche nicht lange in der Trommel liegen lassen. Je früher Sie sie herausnehmen, ausschütteln und aufhängen, desto weniger Falten bilden sich.
Wenn Sie die Bettwäsche im Freien trocknet, empfiehlt es sich, farbige Bettwäsche auf links zu drehen. Direkte Sonnenstrahlen können die Farben mit der Zeit allmählich ausbleichen.
Wenn Sie einen Wäschetrockner verwenden, beachten Sie stets die Pflegehinweise auf dem Etikett des Herstellers. Manche Materialien vertragen ihn problemlos, andere kommen mit natürlicher Lufttrocknung besser zurecht.
Wie oft sollte man Bettwäsche wechseln
Regelmäßiges Wechseln der Bettwäsche ist genauso wichtig wie die richtige Wäschepflege.
In einem normalen Haushalt empfehlen wir, die Bettwäsche etwa alle ein bis zwei Wochen zu wechseln. Im Sommer, bei höheren Temperaturen oder während einer Krankheit ist es ratsam, diesen Abstand zu verkürzen.
Regelmäßiges Waschen entfernt Schweiß, Staub und weitere Verunreinigungen, die sich beim Gebrauch auf natürliche Weise in den Fasern ablagern. Das Ergebnis ist nicht nur eine sauberere Schlafumgebung, sondern auch ein angenehmeres Gefühl bei jedem Zubettgehen.
Spickzettel für die richtige Pflege Ihrer Bettwäsche
Mit diesen einfachen Gewohnheiten bewahrt Ihre Lieblingsbettwäsche ihre Weichheit, Farben und ihr angenehmes Aussehen für viele Jahre.
- Waschen Sie es auf links, schließen Sie Reißverschlüsse und Knöpfe
- Waschmaschine nicht überladen
- Schwere Textilien (Handtücher usw.) getrennt waschen
- Halten Sie sich an die Temperaturangabe auf dem Pflegeetikett
- Verwenden Sie das Waschmittel sparsam
- Verwenden Sie bei 30–40 °C ein Flüssigwaschmittel
- Weichspüler mit Bedacht verwenden
- Reinigen Sie Ihre Waschmaschine regelmäßig
- Nehmen Sie die Wäsche sofort nach dem Waschen heraus
- Schütteln Sie die Wäsche aus
- Trocknen Sie an der Luft im Schatten (oder schonend im Trockner)
Häufig gestellte Fragen
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